FDP-Erzgebirge bekennt sich klar zum Stadion-Umbau

Geschrieben am: 3. März 2014 von
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Nachdem in der vergangenen Woche, aus den Reihen der Seiffener FDP-Ortsgruppe, Forderungen laut wurden den anstehenden Stadion-Umbau zum Thema im anstehenden Kreistags-Wahlkampf zu machen, waren wir gespannt wie sich die FDP auf ihrem Kreisparteitag positionieren würde…

Folgender Beschluss wurde von 95Prozent der Delegierten angenommen:

“Die FDP bekennt sich zum FC Erzgebirge Aue als starkem und zuverlässigem Partner für Sport, Fußballbegeisterung und Nachwuchsförderung in der Region. Dies muss auch zukünftig gewährleistet werden. Die Sanierung des Sparkassen-Erzgebirgsstadions ist deshalb unausweichlich. Jedoch muss die finanzielle Beteiligung des Landkreises so ausgestaltet werden, dass wichtige andere Aufgaben wie etwa Infrastrukturerhaltung oder Schülerbeförderung ebenfalls erfüllt werden können.”

Damit wurden die Forderungen aus Seiffen endgültig zu dem gemacht, was sie von Beginn an waren – populistisches Getöse ohne realistische Aussicht auf Durchsetzung!


Ausschreibung für Generalplanung veröffentlicht

Geschrieben am: 18. Oktober 2013 von
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Am heutigen Morgen wurde die Ausschreibung für die Generalplanungleistungen der anstehenden Stadionmodernisierung veröffentlicht.

Interessierte Unternehmen haben bis zum 27.November Zeit ihre Unterlagen einzureichen. Aus dem Kreis der Interessenten werden 4 ausgewählt, die dann ihre jeweiligen Stadionmodelle erstellen werden.

Mit der Veröffentlichung dieser Ausschreibung ist ein großer Schritt in Richtung der Modernisierung getan. Auch wenn wir uns gewünscht hätten, dass dies eher efolgt wäre, so sind wir doch stolz auf das bisher Erreichte.

Jetzt heisst es weiterhin kritisch am Ball zu bleiben, damit im kommenden Jahr die Bauarbeiten beginnen können!!!


Mitgliederversammlung beim FCE am kommenden Sonntag

Geschrieben am: 16. Oktober 2013 von
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Wir möchten auf diesem Weg alle Mitglieder unseres FC Erzgebirge daran erinnern, dass am kommenden Sonntag um 14Uhr im Vip-Zelt des Sparkassen-Erzgebirgsstadions die jährliche Mitgliederversammlung stattfindet.

Aus unserer Sicht liegt der Hauptaugenmerk dabei auf Tagesordnungspunkt 4 – Bericht des Aufsichtsrates durch den Aufsichtsratsvorsitzenden. Da es sich beim Aufsichtsratsvorsitzenden um Landrat Frank Vogel handelt, erhoffen wir uns klare Worte zum weiteren Ablauf der Stadionmodernisierung.

Seit der Pressemitteilung vom 21.Juni gab es von Seiten des Landkreises, als Stadion-Eigentümer, keine weitere offizielle Verlautbarung über den weiteren Ablauf des Projektes.

Beinahe 4 Monate sind seitdem vergangen. Eine Menge Zeit in der man die Öffentlichkeit im Unklaren lässt und Spekulationen Tür & Tor öffnet.

Bezeichnend dafür sind die zuletzt erschienen Artikel im Lokalteil der Freien Presse, in denen es um den Verbleib der Laufbahn im Zuge der anstehenden Modernisierung ging. Als Außenstehender gewinnt man beim Lesen den Eindruck, das Schicksal der Laufbahn sei noch völlig offen. Auch wird die Frage nach einer eventuellen Rückzahlung von Fördermitteln aufgeworfen.

Fakt ist, die Problematik der eventuellen Fördermittelrückzahlung ist seit Monaten bekannt und wurde u.a.beim Treffen der Arbeitsgruppe Stadion am 23.April ausgiebig dargelegt. Mittlerweile sollte in diesem Punkt Klarheit herrschen. Weiterhin wurde sich, zumindest nach unserem Kenntnisstand, längst darauf geeinigt die Laufbahn während der Modernisierung zu entfernen. Dies sollte auch klar in der Aufgabenstellung bei der Ausschreibung zum Ausdruck kommen.

Insofern ist es für uns doch sehr verwunderlich, dass der Beigeordnete Andreas Stark, heute in der Freien Presse, wie folgt zitiert wurde: “Die genauen Auswirkungen etwaiger Fördermittelrückzahlungen lassen sich noch nicht abschätzen und werden in nächster Zeit geprüft.”

Sollte diese Aussage der Wahrheit entsprechen, wovon wir natürlich ausgehen, dann würde dies bedeuten man hat fast ein halbes Jahr ins Land ziehen lassen ohne diesen mitentscheidenden Punkt zu klären!!!

Weiterhin wurde bei jenem Treffen am 23.April vereinbart, dass die Arbeitsgruppe Stadion Ende Juni abschließend über die Aufgabenstellung für das EU-weite Vergabeverfahren beraten soll. Bis zum heutigen Tag wurde diese Aufgabenstelllung nicht veröffentlicht. Solang der Verbleib der Laufbahn nicht abschließend geklärt ist wird dies sicher auch nicht geschehen.

Somit ist der ursprünglich angestrebte und dringend notwendige Baubeginn nach Ablauf der aktuellen Spielzeit äußerst fraglich!

Man darf also sehr gespannt sein, ob am Sonntag in der für den FC Ergebirge existenziellen Frage der Stadionmodernisierung endlich klare Fakten präsentiert werden. Wir erinnern deshalb nochmals an unsere Kernforderungen:

  • Veröffentlichung des zeitlichen Ablaufplanes bis zum Baubeginn
  • Veröffentlichung der Eckdaten für die geplante Ausschreibung
  • Mehr Transparenz, für den Normalbürger ist die Informationslage von offizieller Seite gleich Null

Auf ein erfolgreiches Heimspiel gegen Bochum und eine aufschlussreiche Mitgliederversammlung!!!

 

 


Kreistag beschließt nächste Phase für Stadionumbau

Geschrieben am: 21. Juni 2013 von
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Vergabeverfahren kann beginnen


Mit 61 Ja-Stimmen, 22 Nein-Stimmen und 5 Stimmenthaltungen wurde am 20.05.2013 auf der Kreistagssitzung die Vergabe der Generalplanungsleistung zur Teilsanierung des Sparkassen-Erzgebirgsstadions beschlossen.

Nach dem bestätigten doppischen Haushalt gab der Kreistag damit grünes Licht für ein 2-stufiges VOF (Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen)-Verfahren. Aus allen Bewerbern werden vier Planungsbüros ausgewählt, die einen Lösungsvorschlag sowie eine Präsentation erarbeiten. Maßgeblich ist dabei die durch den Kreis- und Finanzausschuss vorgegebene Aufgabenstellung.
Die Auswahl der Unternehmen, die Bewertung der Lösungsvorschläge und der Präsentation erfolgt durch ein neunköpfiges Bewertungsgremium. Dieses besteht aus fünf fachlich kompetenten Personen sowie vier Personen, die mit den örtlichen Begebenheiten besonders vertraut sind. Ausgewählt werden sie vom Präsidenten der Ingenieurkammer Sachsen, von den Kreistagsfraktionen CDU, DIE LINKE, FWE sowie vom FC Erzgebirge Aue e.V.

 

Insgesamt sollen zwischen 15 und 20 Millionen Euro in den Umbau fließen. Die genaue Höhe hängt davon ab, welche zusätzlichen Mittel durch den FCE, die Stadt Aue sowie im Zuge der angestrebten Vorsteuerabzugsberechtigung generiert werden können.

Das Stadion befindet sich in einem Zustand, der erhebliche Investitionen erfordert, sodass der Erzgebirgskreis gezwungen ist, entweder in eine Generalsanierung oder einen Ersatzneubau zu investieren, um die Lizenzfähigkeit des Profifußballs – insbesondere aufgrund der Auflagen der Deutschen Fußballliga (DFL) – zu erhalten.

zur kompletten Meldung des Lankreises: www.erzgebirgskreis.de


Nächster Schritt ist getan – Landesdirektion genehmigt Doppelhaushalt

Geschrieben am: 24. Mai 2013 von
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Wie die Freie Presse heute vermeldet hat die Landesdirektion Sachsen den Doppelhaushalt des Erzgebirgskreises für die Jahre 2013 und 2014 genehmigt.

Damit wurde auch die Kreditaufnahme in Höhe von 15Millionen Euro für den Stadionumbau genehmigt.

Weiterhin wurde bekannt, dass sich am 3.Juni der Kreis- und Finanzausschuss mit der Vergabe der Generalplanungsleistung befassen wird.

Quelle: www.freie-presse.de

Es geht stetig vorwärts ! ! !

 

 


Offizielle Pressemitteilung des Landkreises zur Sitzung der AG Stadion vom 23.04.2013

Geschrieben am: 25. April 2013 von
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Richtungsweisendes Ergebnis aus der Arbeitsgruppe Stadion

Am Dienstag 23.04.2013 tagte die Arbeitsgruppe Stadion unter Leitung von Landrat Frank Vogel.

Der Arbeitsgruppe gehören Vertreter des Aufsichtsrates, des Vorstandes, des Förderkreises und der Fans des FC Erzgebirge Aue e. V. sowie der Fraktionen des Kreistages und der Landkreisverwaltung an. Die Arbeitsgruppe ist für das Investitionsvorhaben beratend tätig.

 

Nach Diskussion in der Arbeitsgruppe  wurde sich dahin gehend verständigt, dass unter Leitung des Planungsbüros  ICL  Leipzig bereits ab der kommenden Woche  die grundsätzliche Aufgabenstellung und die erforderlichen  Unterlagen für das EU-weite Vergabeverfahren  erarbeitet werden.

 

Die Arbeitsgruppe wird voraussichtlich Ende Juni erneut zusammen kommen, um über die erarbeitete Aufgabenstellung abschließend  noch einmal zu beraten.

 

Die Arbeitsgruppe hat das Ziel, das landkreiseigene Sparkassen-Erzgebirgsstadion Aue  an traditionsreicher Stelle grundlegend zu erneuern, um die Spielstätte als Herzstück des Vereins den Anforderungen der heutigen Zeit für Fans, Aktive und auch entsprechend den Richtlinien des DFB und der DFL anzupassen. Damit sollen die Voraussetzungen für den Profifußball als Grundlage des Gesamtvereins mit allen Abteilungen  im Erzgebirge geschaffen werden. Nur so ist eine erfolgreiche und zukunftsfähige Ausrichtung möglich.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe hoffen hierbei  auf eine breite Unterstützung aller, die sich mit dem Verein und unserer Sportregion verbunden fühlen.

 

Quelle: www.erzgebirgskreis.de


Technische Probleme

Geschrieben am: 20. April 2013 von
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Aufgrund technischer Probleme kann es sein, dass die Homepage derzeit fehlerhaft oder nur unvollständig angezeigt wird.

Wir arbeiten an der Behebung der Misstände und bitten um Eure Geduld, falls es noch etwas dauert…

Denn morgen machen wir uns erstmal auf nach Braunschweig ! ! !


Keine Zeit mehr verlieren ! ! ! (Kommentar zum Haushaltsbeschluss des Erzgebirgskreises)

Geschrieben am: 22. März 2013 von
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Es ist vollbracht: Die Kreditaufnahme in Höhe von 15 Millionen Euro für die Stadionmodernisierung wurde im Doppelhaushalt 2013-2014 beschlossen. Freude und eine große Portion Erleichterung haben sich am vergangenen Donnerstag in den Reihen der Stadioninitiative breit gemacht.

Knapp anderthalb Jahre nach dem sich die Initiative formiert und an die Öffentlichkeit gegangen ist, ist das ein großer Erfolg für uns und die Bestätigung für unser bisheriges Bemühen. Wir hätten uns gewünscht, dass man wesentlich schneller an diesen Punkt gekommen wäre.  Politische Entscheidungsprozesse dauern aber länger als etwa Entscheidungen in einem Unternehmen.

Wir hatten fest damit gerechnet, dass von Seiten des Landkreises als auch von Seiten des Vereins, nun eine Stellungnahme zum weiteren Ablauf abgegeben wird. Wir sind verwundert, dass das bis zum heutigen Tage immer noch nicht erfolgt ist.
Zwei kurze Medienberichte ist nicht die Art der Informationspolitik, die wir vertreten können und die einem derartigen Projekt gerecht wird. So wird das erwähnte Stadion in Paderborn nie als Referenz-Objekt dienen – ein seelenloses 08/15 Stadion wünscht sich niemand.

An dieser Stelle zitieren wir gern noch einmal den Landrat und FCE-Aufsichtsratsvorsitzenden Frank Vogel aus dem Veilchenecho vom 09.11.2012;

‘In den vergangenen Monaten erfolgten die Bewertung der Immobilie, sehr umfangreiche Variantenuntersuchungen mit erforderlichen Kostenschätzungen und Überlegungen zu möglichen Finanzierungsmodellen. Es gab erste Absprachen mit der Rechtsaufsicht, der Landesdirektion Sachsen. In den kommenden Wochen nun wird es zu den Ergebnissen eine weitere Befassung im Aufsichtsrat, Vorstand und der eingesetzten Arbeitsgruppe geben. Daraus werden wir dann weitere Arbeitsschritte festlegen.’

Seit diesem Interview sind mehr als fünf Monate vergangen. Grund genug für uns zu fragen:

Sehr geehrter Herr Landrat und FCE-Aufsichtratsvorsitzender Vogel, wie sehen die nächsten Arbeitsschritte aus? Wie geht es jetzt konkret weiter und welche Zeiträume sind für die weiteren Schritte bis zur Erteilung des Zuschlags an ein Architektenbüro bzw. bis zum Beginn der Umbauarbeiten vorgesehen?

Das sind die Fragen, die uns derzeit bewegen. Die derzeitige Nichtinformationspolitik von politischer Seite sorgt im Umfeld des Vereins für Unbehagen. Es drängt sich der Eindruck auf, dass man im Kreistag weiter versucht, auf Zeit zu spielen und den für dieses Jahr angedachten Beginn der Bauarbeiten immer weiter hinaus zu zögern.

Die breite Masse der Fans erwartet hierauf Antworten von offizieller Seite, nachdem nunmehr die wichtige Beschlussfassung im Kreistag erfolgte. Ebenso ein mehr an Transparenz bei den weiteren Planungen und Arbeitsschritten. Wir als Stadioninitiative stehen bereit, um den Faninteressen hierbei das nötige Gehör zu verschaffen und hoffen nunmehr auf die zügige Umsetzung der nächsten Schritte.

Wir weisen noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die DFL die Lizenz für die 2.Liga nur unter Auflagen erteilt – eben weil das Stadion veraltet ist und den Anforderungen der Zeit nicht mehr gerecht wird.

Daher fordern wir

  1. eine Veröffentlichung des zeitlichen Ablaufplanes bis zum Baubeginn
  2. Veröffentlichung der Eckdaten für die geplante Ausschreibung
  3. Mehr Transparenz, für den Normalbürger ist die Informationslage von offizieller Seite gleich Null

Das sind unsere Kernforderungen für die Arbeit am Projekt Stadionmodernisierung in den nächsten Tagen & Wochen. Sie lassen sich nach unseren bisherigen Erfahrungen problemlos umsetzen.
Glück Auf!

 

 

 


Bericht zur 29.Kreistagssitzung vom 14.03.2013

Geschrieben am: 14. März 2013 von
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Aufgrund der Tatsache, dass bei der heutigen Kreistagssitzung über den Doppelhaushalt des Erzgebirgskreises für die Jahre 2013 & 2014 abgestimmt werden sollte, entschloss sich die Stadioninitiative zwei Beobachter zu dieser Veranstaltung zu entsenden.

Punkt 14Uhr wurde die Sitzung durch Landrat Vogel eröffnet. 82 von 90 Kreisräten waren zu diesem Zeitpunkt anwesend. Ein weiterer Kreisrat traf später ein.

Nachdem die ersten Tagesordnungspunkte rasch abgearbeitet waren, folgte eine etwas längere Diskussion über die Eigenanteile bei der Schülerbeförderung, bevor es in den Tagesordnungspunkten 13 & 14 um den Doppelhaushalt ging.

Wichtige Eckdaten des Haushalts wurden vom  zweiten Beigeordneten des Erzgebirgskreises Herrn Stark nochmals beleuchtet und grafisch aufgezeigt. Danach gaben alle im Kreistag vertretenen Fraktionen ihr Statement zum geplanten Doppelhaushalt ab.

Dabei wurde von den Rednern aller(!) Fraktionen Zustimmung für die eingeplante Kreditaufnahme zur Modernisierung des Sparkassen-Erzgebirgsstadions signalisiert. Gleichzeitig wies man darauf hin, dass die Investition mit Augenmaß  & Vernunft erfolgen muss und die Modernisierung zukunftsweisend sein soll. Außerdem wurde mehrfach auf die Wichtigkeit des sogenannten Sperrvermerkes für die Kreditaufnahme hingewiesen.

Im Anschluss an die Fraktionsstatements kam der Haushalt zur Abstimmung und wurde mit 55 Ja-Stimmen bei 21 Nein-Stimmen und 7 Stimm-Enthaltungen angenommen. Damit sind die 15Millionen € festgezurrt im Haushalt 2013/2014.

Sperrvermerk bedeutet, dass der Kreistag über das endgültige Projekt, wie das Stadion modernisiert wird und damit die Inanspruchnahme des Kredites, noch einmal gesondert abstimmen muss. Da der Kreistag im Quartals Rhythmus zusammenkommt, wäre der frühestmögliche Abstimmungstermin, über das Modernisierungs-Projekt, also im Juni. Eine eigene Arbeitsgruppe Stadion, besetzt mit Kreisräten der verschiedenen Fraktionen, wählt unter den Vorschlägen der stattfindenden Ausschreibung, in Zusammenarbeit mit dem FCE, das Projekt aus, welches dann zur Abstimmung gestellt wird.

 


Interview mit Nachwuchsleiter Steffen Ziffert

Geschrieben am: 27. Februar 2013 von
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Im Veilchenecho des letzten Heimspiels, gegen Aalen, gab es ein Interview mit Nachwuchsleiter Steffen Ziffert, welches wir Euch nicht vorenthalten wollen.

 

Steffen Ziffert leitet seit Saisonbeginn das Nachwuchsleistungszentrum des FC Erzgebirge. Aufgewachsen im sächsischen Bad Lausick, war er als Spieler einst unter anderem für den FCK/CFC, FC Carl Zeiss Jena, FC Schaffhausen und FC Sachsen Leipzig aktiv sowie danach als Trainer beim SV Grimma und SV Naunhof tätig, ehe er ab 2008 die Nachwuchsleitung beim FC Energie Cottbus übernahm. Olaf Seifert sprach mit dem 48-jährigen.

 

Welche Bedingungen fanden Sie im Auer Talentestützpunkt vor?
Sehr willige, engagierte Trainer und Betreuer. Alle ziehen an einem Strang, um die gute Nachwuchsarbeit der vergangenen Jahre fortzusetzen und zu verbessern. Aber die Vorrausetzungen sind, gemessen an anderen Profivereinen, nicht optimal.

 

Was stört Sie konkret?
Die Infrastruktur reicht nicht aus, speziell die Zahl der Plätze und damit die Trainingsmöglichkeiten. Effektiv stehen uns nur anderthalb Kunstrasenplätze zur Verfügung, längst nicht genug für 12 Juniorenmannschaften mit rund 170 Talenten plus die U23. Ohne Partnervereine in Beierfeld, Lößnitz, Hundshübel, Schwarzenberg und Auerhammer, die uns ihre Plätze mit zur Verfügung stellen, ginge es nicht. Damit und mit den Fahrten zur Eliteschule des Fußballs in Chemnitz wächst der Transportaufwand enorm.
Folge: Während die Jungs in anderen Nachwuchszentren mindestens 7 Trainingseinheiten pro Woche nutzen, sind es in Aue im Schnitt bloß 4. Viel zu wenige im modernen Leistungsfußball. Zugleich erschwert das den Trainern, Beruf und Ehrenamt hier beim FCE unter einen Hut zu bringen.

 

Was kann Abhilfe schaffen?
Kurzfristig gutes Training und sportliche Erfolge der Nachwuchsmannschaften, damit rücken die Junioren stärker in den Fokus. Sportdirektor Steffen Heidrich und die Vereinsführung kennen die Situation, für die kommenden 2 Jahre sind darum umfangreiche Investitions-und Bauvorhaben geplant. Ein neuer großer Trainingsplatz würde zunächst sehr helfen. Bedingung ist jedoch, dass die Mittel dafür erwirtschaftet werden. Aue hat ein Standortproblem durch seine Lage, die Konkurrenz der Nachwuchsleistungszentren ringsum ist groß. Gegen RB Leipzig, Magdeburg, Dynamo Dresden, Chemnitz oder Union Berlin – alles große Städte – bestehen wir nur durch besondere Attraktivität.

 

Wodurch vor allem?
Hauptpfund des FC Erzgebirge ist, dass die Profis in der 2.Bundesliga spielen, das reizt Nachwuchsfußballer nicht nur in Mitteldeutschland, sondern bundesweit. Zumal die Gelegenheit, in Aue den Sprung in den Profibereich zu schaffen, besser ist als in großen Klubs mit mehr Konkurrenz. Bei uns finden nicht selten auch Talente eine erneute Chance, die bei Topvereinen nicht zum Zuge kamen. Dafür muss aber das Gesamtangebot im Verein stimmen. Attraktive Trainingsbedingungen, modernes Internat und Wohnungen für die Auswärtigen, Nutzung des Potenzials der Eliteschule des Fußballs Aue-Chemnitz, Unterstützung in Schule, Lehrausbildung und Studium, enger Draht zu den Eltern, professionelle Trainer und die Nähe zum Profibereich sind Aspekte. So trainiert Chefcoach Karsten Baumann die zehn besten A- und B-Junioren einmal pro Woche persönlich und Anschlusskader der A-Junioren und U23 trainieren ohnehin regelmäßig mit den Zweitligaprofis.
Einen interessanten Weg geht der FCE zusammen mit dem kanadischen Fußballverband.

 

Was ist das besondere daran?
Mit Marco Lapenna, Shadrack Mmunga, Tre Crosby und Brandon John spielen und trainieren vier Kanadier der Jahrgänge ‘94 bzw. ‘95 bei uns, die alle Auswahlspieler sind und zu den größten Talenten ihres Landes zählen. Alle bekommen ein Jahr Zeit, hier zu lernen und sich in Deutschland für eine Profizukunft zu empfehlen. Die vier sind sehr diszipliniert, willig und ehrgeizig, auch was das Bemühen angeht , Deutsch zu lernen und sich in der Fremde durchzusetzen.
Wir sind auf überregionale Talente angewiesen. Um sie bundesweit zu finden, führen wir drei- bis viermal im Jahr Sichtungen durch. Die beste Werbung bleibt aber der sportliche Erfolg, wie gesagt in der 2.Bundesliga, aber auch in den möglichst höchsten Spielklassen der jeweiligen Jahrgänge.

 

Wie ist die sportliche Situation im Nachwuchs?
Die A-Jugend spielte eine fast optimale Hinrunde und liegt aktuell auf Rang 2 hinter Union Berlin. Allerdings liegen vorn 7 Vereine dicht beieinander und rechnen sich Chancen auf die Bundesliga aus. Wenn Torsten Wapplers Elf den Schwung nutzen kann, ist nichts unmöglich. Für die B1 wäre in der Regionalliga mehr drin als ein Mittelfeldplatz, die Qualität innerhalb der Mannschaft ist zu unterschiedlich, die Abwehr zu labil. Die C1 findet gute Bedingungen in der SFV-Talenteliga, die Gegner kommen aus ostdeutschen Leistungszentren.
Die beste Ausbildung im Erzgebirge bieten, das schreiben wir vom FCE uns auf die Fahne. Speziell bei den Jüngeren ist dabei eine gute Zusammenarbeit mit den Vereinen der Region, mit Eltern und Schulen unerlässlich. Unser Ziel ist, künftig stärker auszuwählen, damit die Besten nach Aue finden. Sie müssen aber auch unsere Ansprüche erfüllen, nicht nur die sportlichen.

 

Welche Erwartungen sind das?
“Ich will Profi werden, alles andere ist mir egal.”, wer so tickt, den brauchen wir nicht. Profi sein bezieht sich auf die ganze Persönlichkeit, nicht nur auf die sportliche Seite. Als Nachwuchstrainer tragen wir Verantwortung für die jungen Sportler. Die wenigsten werden später ihr Geld mit Fußball verdienen, darum sind schulische Leistung, Berufsausbildung und Charakter wichtig. Was die Einstellung angeht, müssen wir als Trainer genau hinsehen. Jeder Spieler muss wissen, warum er in Aue ist!
Doch natürlich ist jeder willkommen, um sein Talent vorzustellen. Kinder ab etwa 5 Jahren können vorbeikommen, um zu “schnuppern”, gern auch mit Eltern und Freunden. Auf www.fc-erzgebirge.de steht unter Nachwuchs mehr dazu. Außerdem bieten wir Feriencamps als zusätzliche Trainingsmöglichkeit beim FCE an. (Ende)



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